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Großer Festakt mit Staatsminister Füracker zur Segnung der Neuhauser Zoigskulptur

Der Marktplatz in Neuhaus war mit Fahnen geschmückt, die "Neuhauser Boum" spielten und die Zoiglmajestäten Königin Lena Müller und Prinzessin Julia Franz ließen es sich nicht nehmen beim Festakt an diesem Freitag, natürlich im Dirndl, dabei zu sein. Die Neuhauser Kommunbrauer hatten den Platz rund um das Marktpodest festlich hergerichtet und im Hof der Familie Bauer (Lingl Zoigl) standen die geschmückten Bänke für die Gäste Bereit.

Die Schönheit des Marktpodests erhalte mit der Enthüllung der Zoiglskulpur "das Tüpfelchen auf dem i". Bürgermeister Karlheinz Budnik begrüßte die zahlreichen Gäste und sprach von einem weiteren Baustein, die fünf Kommunbrauorte und deren Tradition weiter zusammen zu schmieden. Die Qualität und die besondere Gaststättenkultur bringe die Menschen heute in die Zoiglstuben. "Ein oft kopiertes, nie erreichtes Alleinstellungsmerkmal, das wir hoch halten wollen."

Neben vielen anderen dankte das Gemeindeoberhaupt der Familie Stefan Windschiegl, die das „Binner-Anwesen“ hinter dem Podest in ein Schmuckstück verwandelte und dem Bayerisch-Böhmischen Kulturverein Boheme aus Amberg als Initiator der Zoiglskulpturen sowie dem Impulsgeber in dieser Sache, Norbert Neugirg.

Zahlreich kamen neben dem Zoiglbrauern auch die Ehrengäste wie Staatsminister Albert Füracker, dieser nannte die Verbindung der Enthüllung der Zoiglskulptur mit dem Abschluss der Dorferneuerung eine Werbung für die Heimat mit einer Tradition, die in die Zukunft hineinreiche. "Zoigl ist Oberpfälzer Genuss mit bester Qualität, dessen Tradition in den Familien weiterlebt." Auch der Staatsminister wirbt gerne für die Region mit ihrem großen Selbstbewusstsein. Das hätten die Zoiglwirte bei der Heimatpreisverleihung in Nürnberg selbst auch hervorragend getan, nämlich als sie volle Fässer auf die Nürnberger Burg geschleppt hatten. "Andere kamen mit leeren Fässern", erinnerte er an den Abend im April. Der Brunnen aus Bronze und Granit sei ein Hingucker, nicht nur für Kunstliebhaber. Die vier Meter hohe Bronzeskulptur zeige einen „Oimer“ und zwei Träger. Nach Eslarn ist Neuhaus der zweite der fünf Zoiglorte mit einer Skulptur des Bildhauers Harald Bäumler aus Amberg.

260 000 Euro für öffentliche plus 85 000 Euro für begleitende Maßnahmen seien nach Neuhaus geflossen, sagte Füracker. "Rechts sehen Sie den Marktplatz. Der könnte noch ausgestattet werden", nutzte Bürgermeister Budnik die gute Laune des Finanzministers. "In Kooperation mit dem Amt für ländliche Entwicklung und den entsprechenden Geldern wäre hier noch einiges denkbar."

Baudirektor Erik Bergner vom Amt für ländliche Entwicklung unterstrich die Wichtigkeit der Dorferneuerung im ländlichen Bereich. Neuhaus sei ein gutes Beispiel dafür, das Ergebnis spricht für sich! „Einzelmaßnahmen sind im Fördergebiet noch möglich, nutzen Sie diese Chance!“

Bezirkstagspräsident Franz Löffler war sich in seinem Grußwort „nicht mehr sicher“, ob denn der Bezirk nicht doch ein wenig „zu viel“ bezuschusst habe, da sich Bürgermeister Karlheinz Budnik bei der Enthüllung wohlwollendst für die Finanzspritze bedankt.

Das Zoiglbier schaffe Gemeinschaft, betonte Pfarrvikar Edwin Ozioko. "Hopfen und Malz, Gott erhalt's", betonte der Geistliche bei der Segnung des Brunnens nach der Enthüllung durch die Zoiglmajestäten, Minister, Bezirkstagspräsidenten und Bürgermeister.

OTV Bericht