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Bürgerversammlung 2017 - Teil III

Die Generalsanierung der Mehrzweckhalle, Infrastruktur, Feuerlöschwesen, Kindergarten, Öffentliche Einrichtungen, Personelle Veränderungen und der Ausblick auf das Jahr 2018 sowie die Wortmeldungen in Neuhaus und Bernstein sind Thema dieses 3. Teiles.

8.         Generalsanierung der Mehrzweckhalle

Für die energetische Sanierung der Mehrzweckhalle haben wir eine großzügige Förderung erhalten. Bei geschätzten Kosten von 1.634.000 Euro sind dies 1.470.00 Euro Zuschuss, somit 90 %. Besser geht’s nicht.

Unter der energetischen Sanierung sind z.B. die komplette Außenwärmedämmung, der Einbau neuer Türen und Fenster und auch eine hocheffiziente, weil energiesparende Beleuchtung zu verstehen. Wir sparen uns also künftig Unterhaltskosten in ganz erheblichem Umfang.

Trotz vorbildlicher Behandlung durch die Benutzer und insbesondere der Wartung und Pflege unserer Schulhausmeister gibt es nach einer so langen Betriebszeit weiteren Handlungsbedarf, z.B. bei Toilettenanlagen, die doch schon sehr in die Jahre gekommen sind oder auch beim Behinderten-WC. Ebenso bedarf der Hallenboden einer grundsätzlichen Überholung und es muss auch ein Prallschutzes an den Wänden installiert werden usw. Neben der energetischen Sanierung mit 90 % Zuschuss wird auch diese weitere Maßnahme gefördert! Die Kosten belaufen sich lt. Kostenschätzung hier auf rd. 1,7 Millionen Euro. Ausgegangen wird von einer Förderung bis zu 70 Prozent. Einbezogen werden soll auch die Tartanbahn und das Volleyballfeld.

Nach Abschluss dieser beiden Maßnahmen erhält die Stadt eine generalsanierte, ansehnliche und den heutigen Sicherheits- und Energieansprüchen entsprechende Mehrzweckhalle, auf die sich die Schule, unsere Schulkinder und die Vereine schon heute freuen können.

 

9.           Infrastruktur

Energiesparen und zugleich eine effizientere Straßenbeleuchtung zu schaffen, das ist der Weg, den die Stadt seit 2016 eingeschlagen hat. Neben den Straßenleuchten in der Hauptstraße, am Stadtplatz und verschiedenen Nebenstraßen konnten nun weitere sog. Quecksilberdampfleuchten in Neuhaus und Gleißenthal gegen moderne LED-Technik ausgetauscht werden. Neben einer optimalen Ausleuchtung ist natürlich auch die Einsparung von Energie auch die Zielrichtung dieser Maßnahmen. Diese Investition von ca. 30.000 Euro wird sich in spätestens 7 Jahren amortisieren. 

 

10.         Feuerlöschwesen

Auch 2017 wurde der abwehrende Brandschutz nicht aus dem Auge gelassen. Der aus Altergründen auszusondernde sogenannte Pulverlöschanhänger P 250 wurde durch ein neues Gerät ersetzt. Eine Weiterverwendung war aufgrund des Alters von über 25 Jahren aus rechtlichen Gründen nicht mehr möglich. Damit hat man für die in den letzten Jahren angewachsenen Tankstellenbetriebe das erforderliche und geeignete Löschmittel, nämlich Pulver.

Gelungen ist auch der Erwerb eines Grundstückes für einen Ersatzbau des Gerätehauses in Neuhaus. Bereits seit mehreren Jahren war bekannt, dass die Einsatzzahlen und die den Einsatzarten angepasste Ausrüstung nicht mehr dauerhaft im bestehenden Gerätehaus untergebracht werden kann. Herzlichen Dank dem Grundstückseigentümer für seine Verkaufsbereitschaft!

 

11.         Kindergarten

Der Zuspruch für unsere Kinderbetreuungseinrichtungen in Windischeschenbach und Neuhaus ist enorm. Für die Sachlage, dass der Zuspruch der Eltern bei den ersten Umfragen der Stadt nach Kinderkrippenplätzen eher verhalten war doch eine Überraschung. Aber auch eine Tatsache, die dafür spricht, dass diese Einrichtungen und insbesondere auch das Personal einen ausgezeichneten Ruf bei unseren betroffenen Eltern genießen. Leider hat sich schon sehr schnell herausgestellt, dass die in Windischeschenbach geschaffenen 2 neuen Krippengruppen nicht ausreichen. Eine steigende Geburtenrate, ein hoher Anteil von Eltern, die diese Einrichtung in Anspruch nehmen wollen, das war bei den ursprünglichen Planungen so nicht vorauszusehen. Im Übrigen haben nach den Erfahrungen des Kreisjungendamtes nur etwa ein Drittel der Eltern einen Krippenplatz in Anspruch genommen, heute liegt die Nachfrage bei 80% der Trend geht in Richtung 100%.

 

Somit stand die Stadt vor der Frage, wie auf diese Situation zu reagieren ist und wie unseren Eltern am besten geholfen werden kann.

 

Nach sorgfältiger, intensiver Abwägung aller Vor- und Nachteile eines möglichen Erweiterungsbaus sowohl in Neuhaus als auch in Windischeschenbach hat sich der Stadtrat daher am 08. November mit großer Mehrheit für eine Erweiterung der „Kinderoase St. Emmeram“ ausgesprochen. Derzeit laufen die Planungen an, realistischer Weise muss von einer Planungsdauer einschließlich Abstimmung mit den Fachstellen und Bewilligung der Fördergelder von etwa einem Jahr ausgegangen werden.

 

Ziel aller unserer Bemühungen ist es, den gesetzlichen Anspruch der Eltern auf Betreuungsplätze in unserer Stadt sicherzustellen! Dass wir dieses Ziel mit aller Macht – auch unter Einsatz erheblicher finanzieller Mittel – verwirklichen werden, darauf können sich die Eltern unserer Kinder verlassen – versprochen!

 

12.         Öffentliche Einrichtungen

               Brandschutzertüchtigung Rathaus und Einbau eines neuen Heizkessels

 

Zum Abschluss gekommen ist heuer die brandschutztechnische Nachrüstung des Rathauses und hier insbesondere des Rückgebäudes, dem früheren Feuerwehrgerätehaus. Dem Einbau einer Brandmeldeanlage und diversen rauchdichten Türen folgt nun noch eine Rettungstreppe als sog. zweiter baulicher Rettungsweg für das Obergeschoss des Rückgebäudes, eine Auflage im Rahmen der Baugenehmigung.

So war es übrigens auch in der Grund- und Mittelschule, wo in den letzten Jahren insgesamt ein Betrag von über 180.000 Euro für den Brandschutz aufgewandt werden musste. Dass dies aber letztlich gut angelegtes Geld ist, zeigte sich am 29. September, durch eine Fehlfunktion trat Rauch aus dem Heizraum aus und löste über die Rauchmelder Alarm aus. Die Schule wurde kurzerhand in vorbildlicher Weise evakuiert. Dank gilt der Schulleitung und den Lehrkräften für ihr umsichtiges Verhalten. Großer Dank aber auch an unsere Schulhausmeister Werner Konz und Thomas Weidner für die beherzte Reaktion und den angerückten Feuerwehrkräften für ihren Einsatz.

Abgeschlossen wurde heuer die Brandschutzertüchtigung des Rathauses und insbesondere des Rückgebäudes, des ehemaligen Feuerwehrhauses. Hier wurden eine Brandmeldeanlage installiert, rauchdichte Türen nachgerüstet und spezielle Fenster für die Brandwand eingebaut. Dies alles sind zwingende Auflagen aus der Baugenehmigung und sind – wie es mein Vorgänger schon formuliert hat – nicht verhandelbar. Hierfür haben wir einen Betrag von rd. 77.000 Euro aufgewendet.

Eine wesentliche Energieeinsparung versprechen wir uns auch vom Austausch des alten Heizkessels im Rathaus und insbesondere dem Einbau hocheffizienter weil sehr sparsamer Umwälzpumpen mit einem Aufwand von rd. 60.000 Euro. Da ist es gut zu wissen, in den Reihen des Stadtrates einen ausgewiesenen Fachmann zu haben, daher vielen Dank an meinen Kollegen und Dritten Bürgermeister Thomas Wilhelm für die stets gute Beratung in allen Energieangelegenheiten.

 

13.         Personelle Veränderungen Verwaltung / Stadtrat

              Verwaltung

Ausgeschieden zum 30. Juni wegen Eintritt in den verdienten Ruhestand ist der langjährige Mitarbeiter im Bauamt sowie EDV-Fachmann Manfred Ascherl. Nachfolger im Aufgabenbereich wurde Simon Mauerer

 

              Stadtrat

Am 10. Mai 2017, auf den Tag genau nach 39 Jahren, räumte Stadtrat Waldemar Hampl seinen gesundheitsbedingt seinen Sitz im Stadtrat.

Als Nachfolgerin wurde in der Sitzung vom 14.06.2017 Frau Renate Nastvogel vereidigt.

 

Am 13.09.2017 trat Dominik Birler von seinem Amt als Stadtrat aus beruflichen Gründen zurück.

Als Nachfolger wurde in der Sitzung vom 11.10.2017 Herr Andreas Punzmann vereidigt.

 

              Freibad

Das städt. Freibad erfreut sich schon seit über 30 Jahren einer sehr großen Beliebtheit, man kann auch dieses Jahr von einer durchaus erfolgreichen Saison sprechen, natürlich immer auch abhängig vom jeweiligen Badewetter. Dank gilt daher dem Team des Freibades insbesondere den „Bademeistern“ Horst Linder und Benjamin Höllerer! Nicht unerwähnt dürfen in diesem Zusammenhang auch die Bemühungen und Leistungen des Freibadfördervereins bleiben. Hier erhält die Stadt immer wieder bei erforderlichen Investitionen auch mit zum Teil enormen finanziellen Mitteln große Unterstützung – vielen Dank all denen, die dazu beitragen, dass das Freibad Windischeschenbach auch weit über die Stadtgrenzen hinaus einen so guten Ruf genießt!

 

14.         Ausblick für 2018

Der Landkreis Neustadt plant im Jahr 2019 den Ausbau der Wurzer Straße sowie die Oberflächenerneuerung der Schönfichter Straße in Neuhaus. Im Vorfeld dieser Maßnahmen ist die Stadt gehalten, ihre Versorgungsleitungen in diesen Straßen zu überprüfen und ggfls. zu erneuern. Die Untersuchungen dazu haben ergeben, dass verschiedene Sanierungsschritte (Kanal und Wasser) anstehen.

Der Ausbau der Straße im Schloßhof beginnt im kommenden Frühjahr. Auch hier werden dringend notwendige Kanalerweiterungen vorgenommen und die Wasserleitung mit ausgetauscht.

Auf dem Plan steht ebenfalls der Ausbau der Rübezahlstraße, hier stehen die Planungen kurz vor  dem Abschluss und der Stadtrat wird sich demnächst damit befassen. Die Anlieger werden unmittelbar danach ausführlich informiert, auch über die Höhe der zu erwartenden Anliegerbeiträge.

Festgelegt hat der Stadtrat auch den Zeitplan für den Ausbau der Flieder- und den Neubau der Rosenstraße in Neuhaus im Jahr 2019. Dazu muss heuer die Planung beauftragt werden.

Für die Sanierung der Gemeindeverbindungsstraße von der Kreisstraße NEW 18 über die Schweinmühle und Pleisdorf bis zum Ortsanfang in Bernstein bestehen gute Chancen zur Realisierung. Es wurde ein Zuschussantrag bei der Regierung gestellt um wiederum den höchstmöglichen Fördersatz von 90 % zu erhalten.

Zur Umsetzung des Feuerwehrgerätehausbaues in Neuhaus gilt es, die Eingabeplanung in Absprache mit den Feuerwehrkameraden der Wehr in Neuhaus zu erstellen und damit die Weichen für einen Baubeginn zu stellen.

Das Projekt Oberpfälzer Hof wird uns im kommenden Jahr intensiv beschäftigen. Zusammen mit der Städtebauförderung gilt es, hier einen städtebaulichen Akzent zu setzen, der sich gut einfügt mit positiver Ausstrahlung weit über das eigentliche Wohnquartier hinaus.

 

Wortmeldungen in Neuhaus befassten sich insbesondere mit der Problematik „Hundekot“, nachdem anscheinend viele Hundebesitzer diesen trotz zur Verfügung gestellter Entsorgungsbeutel nicht in die Abfallbehälter sondern in die Natur werfen. Weiterhin sollte Ausschwemmungen bei Wanderwegen durch die Stadt wieder ausgebessert werden.

 

In Bernstein wurde der Wunsch herangetragen, dass Masten des geplanten Ostbayernrings auch auf öffentliche und damit auch städt. Grundstücke errichtet werden sollten. Bislang wurden jedoch diesbezüglich keine Anfragen des Netzbetreibers an die Stadt gestellt.

 

UND – Ein Dankeschön zum Schluss!!

 

Ein Dankeschön an alle, die sich auch in diesem Jahr in und für unsere Stadt engagiert haben. Unsere Vereine, Verbände und Organisationen, insbesondere die Wohlfahrtsorganisationen und natürlich die Rettungsorganisationen und an alle Menschen, denen unsere Stadt am Herzen liegt. Besonderer Dank gilt in diesem den Anwohnern der Hauptstraße und der Neustädter-Straße für die Unannehmlichkeiten, die die Baumaßnahme mit sich brachte.