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Bei einem Besuch in Windischeschenbach oder Neuhaus darf
auf keinen Fall die "Einkehr" in eine Zoiglstub'n fehlen. Wenn
außen an einer Hausmauer oder über einer Tür ein Zoiglstern
hängt, kann man sicher sein: "Hier gibt`s Zoigl, deftige Brotzeit
und eine urgemütliche Atmosphäre!"
Heute ähnelt die Zoiglstube schon eher einer kleinen Gaststube, wobei
das Urige und Gemütliche keineswegs auf der Strecke bleibt, zumal
die Zoiglstuben auch heute nicht besonders groß sind und auch in
keinster Weise auf Massentourismus oder Profit ausgerichtet sind. Oft
kommt es sogar vor, daß die Gäste wegen Platzmangel in der
eigentlichen Gaststube in der Küche oder anderen angrenzenden Räumen
im Haus des Zoiglwirts ihr süffiges Gerstengetränk genießen
dürfen.
Dies schlägt sich besonders in einer unübertroffenen urgemütlichen
Atmosphäre nieder, nicht zuletzt weil man hier noch echte Oberpfälzer
„Originale“ trifft. Nicht selten zieht irgend ein Alteingesessener
Windischeschenbacher oder Neuhauser Zoiglbesucher seine „Quetsche“
(Akkordeon) hervor und man kann noch echte Volksmusik genießen und
auch selbst mitsingen. Billiges volkstümliche Schlagergedudel, wie
es aus Rundfunk und Fernsehen bekannt ist, sind hier Gott sei Dank nicht
zu hören!
Dass „am Zoigl“ nichts auf Masse und Profit ausgerichtet,
beweisen auch die Preise mit am eindrucksvollsten: die „Halbe“
Zoiglbier, sowie deftige kalte und warme Brotzeiten sind wohl keineswegs
mit herkömmlichen Preisen in einer Gastwirtschaft vergleichbar, zudem
muß man noch berücksichtigen, dass man hier echte oberfälzer
Spezialitäten zu nicht gerade kleinen Portionen serviert bekommt.
P.S. Sie meinen, zuviel Zoiglgenuß könnte gesundheitsschädlich
sein? Völlig falsch gedacht! Schon unsere Urgroßväter
und Großväter schworen auf ein traditionelles Heilverfahren:
Die dreitägige Zoiglkur! Prost!
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